Als erstes bauen wir eine Membrane in unseren Motor ein: Sobald Untersruck im Kurbelwellengehäuse herrscht, öffnen sich die Membranen(rot) und Gemisch kann einströmen. Sobald der Druck steigt schließen die Membranen wieder und das Gemisch kann nicht zurück. Dadurch haben wir schon mal mehr Gemisch zur Verfügung, als in unserem einfachen Motor, und daß erhöht die Leistung. (Diese Membrane steck mitlerweile in über 90% aller Zweitakter.) 
Im Auslasskanal bauen wir eine Klappe(rot) ein. Jetzt kann der Auslasskanal mit seiner Oberkante auf hohe Drehzahlen ausgelegt werden: Die Oberkante ist schön hoch, so daß bei hohen Drehzahlen das Abgas rechtzeitig in die Auspuffanlage entweichen kann. Dreht der Motor niedrig, so senkt sich die Klappe, und die Oberkante des Kanals ist jetzt niedriger; Das Gemisch kann länger auf den Kolben wirken. Das gibt noch mal richtig Drehmoment im unteren Bereich. (Bei Yamaha heißt das z.B. YPVS: Yamaha Power Valve System)

Kommen wir zu dem wichtigsten Abstimmungsbauteil bei einem Zweitakter, der Auspuffanlage:

Wenn der Auslasskanal vom Kolben geöffnet wird, strömt das Abgas(rot) Richtung Auspuff. Wenn es am Resonator (blau) angekommen ist, muß das Abgas mehr Volumen ausfüllen.Dadurch entsteht im Auspuff ein Unterdruck, welcher aus dem Motor noch mehr Abgase und auch einen Teil Frischgase in die Auspuffanlage zieht.

Wenn das Abgas am Reflektor angekommen ist, muß es wieder einen kleineren Raum einnehmen. Dadurch entsteht ein Überdruck, der das Frischgas wieder in den Motor drückt.
   Dorch diesen Effekt wird der Motor so weit “aufgeladen“, das er gut das doppelte leisten kann. Das ganze Funktioniert natürlich nur in einem Bestimmten Drehzahlband: Dreht der Motor z.B.zu niedrig ist unter anderem der Überdruck schon wieder zusammengebrochen, bevor der Kolben den Auslasskanal wieder geschlossen hat.(deswegen das typische Leerlaufverhalten von Zweitaktern)

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